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Philosophische Sonnensegel    

eine Übung am Mainzer Institut für Buchwissenschaft

Die Philosophischen Sonnensegel sind drei große Buchobjekte (1.60 x 1.40m) mit jeweils fünf beschrifteten/bedruckten Seiten. Das Besondere daran ist, dass sowohl die Buchdecken als auch die Seiten aus reiner Seide bestehen. Für die Buchdeckel verwendeten wir festen Seidentwill, den wir zunächst in Rottönen färbten. Die Innenseiten bestehen aus hauchzarter Pongé-Seide
Für die verschiedenen Themen der Bücher wählten wir jeweils passende Techniken und Schrifttypen.
Unterschiedlichste Textpassagen aus Philosophie, Lyrik, Belletristik und Songs sowie ein Gemälde von Paul Klee 
treten in einen freien, assoziativen Dialog.
Die Seidenbücher sollen möglicht oft unter freiem Himmel hängen und dort Sonne, Wind und Regen ausgesetzt sein, Tag und Nacht. Da Seide UV-lichtempfindlich ist, wird ein natürlicher Zerfallsprozess einsetzen, der Teil des Konzepts ist: Die Bücher werden im schönsten Moment ihres Bestehens gleichzeitig ihrer Auflösung preisgegeben, die in ihnen aufbewahrten Ideen werden symbolisch freigesetzt. Je nach Wetter und Lichtverhältnissen/Sonnenstand bieten sie Bücher ein anderes Erscheinungsbild. 

Die Texte, viele Fotos und auch Filme sehen Sie auf den Einzelseiten der Bücher, zu denen es weiter unten geht...

Seidenbuch-Schulprojekte, die ich in Zusammenarbeit mit dem Kulturverein KultA e.V. durchgeführt habe, finden Sie auf der Seite: www.kulta-ev.de 

 

   Demovideo

 Die Sonnensegel über dem Wissenschaftsmarkt in Mainz

       

              9. und 10. September 2006

               

 

     Die Sonnensegel im Wiesbadener Kureck

 

                  

 

                                       bitte anklicken

 

 

Künstlerbücher und Sonnensegel in der Mainzer Stadtbibliothek

     VIDEO

                         

Bitte gehen Sie durch Anklicken in die Bücher!

 

Die Segel über der Wiese vor dem Philosophicum der Uni Mainz, erste Installation im Mai 2006

Die verwendeten Texte und viele Fotografien zu den einzelnen Büchern finden Sie hier.    Bitte klicken Sie ein Buch an. 
         TEXTE    TEXTE TEXTE
 

untenstehend finden Sie Videos

  Bitte klicken Sie ein Buch an.
   VIDEO

ruhiges Wetter, Abendsonne von hinten

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Sturm, Mittagssonne von vorn

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Mit Musik und Wind

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mit Textauszügen und Wind

Eine 45-min. Video-DVD ist zum Selbstkostenpreis von 5,- € bei mir erhältlich.


Inspirationen        

 

Die Idee der Sonnensegel ist von vielen anderen Kunstwerken inspiriert worden. Hervorzuheben sind hierbei sicherlich die New Yorker Installation "The Gates" von Christo und J. Claude und der Film "Der Himmel über Berlin" von Wim Wenders. 

Im Film gehen die Engel an Menschen vorüber und hören deren Gedanken zu. Für den Zuschauer wird das durch ein akustisches Auf- und Abtauchen der Gedanken deutlich gemacht. Geht der Engel weiter, so verklingen die Gedanken der belauschten Person, die nächste Gedankenwelt schwillt schon heran. Es ist dem Engel überlassen, stehen zu bleiben und einen Gedankengang zu Ende zu hören, oder auf seinem Weg nur Bruchstücke davon mitzunehmen. Ähnlich wie im Film, sollen die wehenden Seidenbahnen ihre Textbotschaft nicht komplett und leicht konsumierbar in die Welt hinausschreien. Die Texte sollen vielmehr rätselhaft und fragmentarisch bleiben, ein Flüstern und Verwehen.

Wer sich wunderschöne Impressionen von Christio´s Gates anschauen möchte, kann das u.a. auf dieser Seite machen: http://www.christojeanneclaude.net/gates.html

Bilder und Kommentar zu "Der Himmel über Berlin" gibt es u.a  hier

Ein Artikel über den Engel bei Klee findet man  u.a. hier, unerreicht gut jedoch ist die Interpretation des "Angelus Novus" von Johann Konrad Eberlein!

Spannend sind auch die Arbeiten mit Texten im öffentlichen Raum von Jenny Holzer

Stöbern Sie selbst weiter, es lohnt sich!

 

Eine Abdeckplane für Spargelfelder, die von den Frühjahrsstürmen des letzten Jahres in die Pappeln geweht wurde, hat sich dort hoffnungslos verfangen. Einige Monate lang flatterten die seltsamen Tuch-Geschöpfe nahe der Autobahn bei Groß-Gerau im Wind. Im Frühjahr 2006 fällte die Stadt die Bäume.

 

 

 

 

 

 

 

 

zu den     ARBEITS-IMPRESSIONEN

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